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Tipps zur Content-Optimierung: bessere Texte fĂĽrs Web

So vermeiden Sie typische redaktionelle Fehler und ĂĽberzeugen die Leser*innen mit Ihren Inhalten

Neukund*innen ansprechen, Know-how teilen und so das eigene Image stärken – es gibt viele gute Gründe für Content Marketing. Dementsprechend ist das Investitionsvolumen der Unternehmen in entsprechende Maßnahmen in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Doch User überzeugen Sie nur mit hoher Qualität – das gilt auch für Ihre Inhalte. Daher habe ich in diesem Ratgeber die besten Tipps gesammelt, mit denen Sie Ihren Content optimieren und häufige Fehler verhindern. 

Content-Optimierung: FĂĽnf MaĂźnahmen, mit denen Sie redaktionelle Fehler vermeiden

1. Identifizieren Sie sich mit Ihrer Zielgruppe

"Nachdem wir uns der Anordnung einzelner Schriftzeichen und Informationsträger gewidmet haben, …" – na, haben Sie noch Lust weiterzulesen? Keine Sorge, ich wechsle jetzt nicht ins Behördendeutsch. Aber dieser eine Halbsatz verdeutlicht, wie stark Sprache und Schreibstil uns beeinflussen. Da kann der Content noch so spannend sein – wenn Ihr Text langweilig ist, vor Fremdwörtern nur so strotzt oder zu kompliziert formuliert ist, wird ihn kaum jemand lesen.

"Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur die langweilige nicht." - Voltaire 

Orientieren Sie sich immer an Ihrer Zielgruppe: Schreiben Sie beispielsweise für ein Fachpublikum, können ruhig einige Fachbegriffe einfließen. Erklären Sie dennoch lieber zu viel als zu wenig. Übrigens: Englisch verstehen weitaus weniger Menschen als erwartet. Setzen Sie daher auch Fremdwörter sparsam ein. Wenn es zum Publikum passt, sind Humor und lockere Formulierungen durchaus erlaubt.

Erklären Sie lieber zu viel als zu wenig. 

Übrigens: Je mehr Sie über Ihre Zielgruppe wissen, desto besser. Mit Befragungen, Interviews und User-Tests erfahren Sie wichtige Details über Ihre Kund*innen.

2. Print oder online – achten Sie auf das Medium

Den Artikel einfach von Ihrer Kundenzeitschrift ins Netz ĂĽbertragen? Keine gute Idee! Denn Menschen lesen auf einem Bildschirm anders als auf Papier. Meistens ĂĽberfliegen sie die Informationen im Internet nur. Daher ist es beispielsweise besonders wichtig, dass die entscheidende Botschaft direkt am Anfang steht. Dieser Text-Aufbau ist auch als umgekehrte Pyramide bekannt. Hintergrundinfos verraten Sie dagegen erst am Ende des Texts.

Zudem sollten Sie Ihre Sätze möglichst kurz und einfach halten. Das gilt prinzipiell zwar auch bei gedruckten Inhalten, doch bei Online-Texten ist die Aufmerksamkeitsspanne deutlich kürzer.  Packen Sie die Hauptinformation dabei immer an den Anfang. Einschübe mit Kommata oder Gedankenstrichen sind sparsam einzusetzen, da sie meist nicht auf den ersten Blick verständlich sind.

Wenn wir also beim Beispiel mit dem Kundenmagazin bleiben, sollten Sie Sätze kürzen, vereinfachen und unnötige Informationen weglassen. Dafür können Sie Zwischenüberschriften, Bullet Points, Keywords und multimediale Inhalte hinzufügen. Dazu mehr in den nächsten Abschnitten.

Optimized structure of website

3. Die Bleiwüste lebt – bringen Sie Struktur in Ihren Text

Es ist eigentlich ein Luxusproblem: Ihnen liegen sehr viele Informationen für den Text vor. Sie pressen daher Fakt für Fakt in die Sätze. Absätze, Zwischenüberschriften und alles, was Platz braucht, bleiben außen vor. Genauso wie die*der überforderte Leser*in. 

Struktur ist gerade beim sprunghaften Surfen ein wichtiger Ankerpunkt für das Auge des Users. Bei der Orientierung helfen Absätze, Bullet Points, Fettungen und Zwischenüberschriften. Mit multimedialen Inhalten wie O-Tönen, Videos oder Bildergalerien verstärken Sie die Botschaft Ihres Texts. Außerdem steigern diese Elemente die Verweildauer und Attraktivität Ihrer Website.

4. Die Suchmaschine – Ihr Freund und Helfer?

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist für manche Redakteure der alten Schule immer noch Teufelszeug. Ihr Argument: "Ich schreibe für die Leser*innen und nicht für Google." So einfach ist das im digitalen Zeitalter aber nicht. Denn: Wer keine Keywords einfügt oder gar die Meta-Daten im Content Management System weglässt, wird von Suchmaschinen kaum oder überhaupt nicht gefunden.  

Da die meisten User über Suchmaschinen auf Websites gelangen, ist Ihre Positionierung dort extrem wichtig. Das heißt konkret: Recherchieren Sie Suchbegriffe sowie häufige Fragen zum jeweiligen Thema. Beides bauen Sie dann sinnvoll in Ihren Text und die entsprechenden Meta-Daten ein. 

Wichtig dabei: das richtige Maß. In ihrem Wunsch, das SEO-Ranking zu verbessern, übertreiben es manche Texter. Denn steht in jedem zweiten Satz das Fokus-Keyword, ist das Keyword Stuffing. Oder noch schlimmer: Im Ratgeber landet ein falsch geschriebener Suchbegriff à la "einfache Reperatur". Selbst wenn Ihnen Keyword-Tools diese Begriffe anzeigen, sollten Sie sie nicht verwenden. Grund dafür: Es mindert die redaktionelle Qualität Ihrer Texte und wirkt sich negativ auf Ihr Brand Image aus. So leidet langfristig auch Ihr Suchmaschinen-Ranking – denn Google & Co. achten inzwischen beim Content auch auf verschiedene Qualitätskriterien.

5. Bleiben Sie im Bilde – das Zusammenspiel von Text und Illustration

Stellen Sie sich vor: Sie sind begeisterter Weltraum-Fan und sammeln alles, was mit der NASA, Raumschiffen und Planeten zu tun hat. Am Kiosk entdecken Sie ein neues Magazin mit der Schlagzeile "Das Beste aus 100 Jahren Raumfahrt-Geschichte". Sie schlagen zu – und entdecken gleich auf der zweiten Seite, dass die abgebildete Mir in Wahrheit die U.S.S. Enterprise aus Star Trek ist. Das Heft kaufen Sie nie wieder, denn Ihr Vertrauen in die Kompetenz der Redakteure ist dahin. Ähnliches geschieht oft auch im Content Marketing.  

Gerade wenn's mal wieder schnell gehen muss, passieren redaktionelle Fehler: Der Text ist fertig, sämtliche Bildunterschriften stehen, nur das passende Foto fehlt noch. In der Eile suchen Sie im internen Bild-Pool nach einer Aufnahme, prüfen aber nicht, ob das Label stimmt. Schon landet die falsche Grafik auf der Website.  

Der Fachbegriff dafür ist Bild-Text-Schere. Sie vermeiden diese am besten mit folgenden "Gegenmitteln": 

  • Planen Sie vorab Zeit zum PrĂĽfen des Bildmaterials ein. Die Aufnahme muss immer genau zur Aussage des Texts passen. 
  • Holen Sie sich eine*n zweite*n Redakteur*in oder andere*n Kolleg*in zum Vier-Augen-Check.  
  • Alternativ können Sie das Bildmaterial vor Text-Erstellung wählen und diesen dann darauf abstimmen. 

Ist all das nicht möglich, verzichten Sie lieber auf die Aufnahme, anstatt die User zu verwirren.

Ausblick: Die nächsten Schritte zur Content-Optimierung

Sie wollen die Qualität Ihrer Inhalte prüfen? Dann ist unser Content-Audit genau richtig für Sie. Wir nehmen Ihre Website genau unter die Lupe. Dabei überprüfen wir je nach Wunsch alle Seiten oder eine bestimmte Auswahl. Unsere Content-Expert*innen untersuchen Sprache, Stil, Grammatik, Struktur, SEO, UX und vieles mehr. Auch wenn Sie eine Guideline und Schulung für künftige Inhalte brauchen oder erfahrene Redakteur*innen zur Optimierung Ihres Contents suchen, stehen wir Ihnen gern zur Seite.