Web Vitals – neue Rankingfaktoren von Google.

Das Google-Update legt den Fokus auf User Experience. So pushen Sie mit Web Vitals Ihre Website.

Illustration Google Web Vitals

Wer sich mit Rankingfaktoren befasst, kommt 2021 an den  Web Vitals nicht vorbei: Der Begriff prägt derzeit alle einschlägigen Foren, Blogs und Websites.

Doch was sind Web Vitals eigentlich? Im November 2020 hat Google ein Update angekündigt, dass die Rankings deutlich verändert: die Web Vitals. Eben jene werden nach der Ankündigung im November 2020, ab Mai 2021 ausgerollt und das Ranking maßgeblich beeinflussen.

Web Vitals einfach erklärt.

Dieses Update bedeutet grob gesagt, dass die User Experience einer Website beim Google-Ranking wichtiger wird. Damit reagiert Google auf eigene Studien, die zeigen, dass die UX  2020 für 70 Prozent der User wesentlich an Bedeutung gewonnen hat.

Ein Google-Update kann normalerweiser viel beinhalten - allerdings hat das Unternehmen die Web Vitals schon lange im Voraus angekündigt und sogar ziemlich genau benannt, wie Website-Betreiber reagieren sollten.

Die Web Vitals im Detail.

Unten stehende Grafik zeigt, welche Faktoren für Google nach dem Update zählen.

    Blogpost Web Vitals von Google
    Die neuen Web Vitals von Google.

    Wie die obenstehende Grafik zeigt, gibt es drei zentrale Core Web Vitals:

    • Loading = Largest Contentful Paint (LCP). Hier geht es darum, wie schnell der Haupt-Content fĂĽr den User sichtbar wird. First Contentful Paint (FCP) ist out - zumindest fĂĽr Google. Es ist nun wichtiger, dass der Hauptcontent angezeigt wird und nicht nur das erste Fragment wie beim FCP. Google misst die Dauer in Sekunden. Die Skala ist sehr einfach: Alles unter 2,5 Sekunden ist gut. Eine Reaktionszeit zwischen 2,5 Sekunden und 4 Sekunden gilt als mittelmäßig und mehr als 4 Sekunden sind schlecht. 
    • Interactivity = First Input Delay (FID). Wie schnell der User mit der Seite interagieren kann, wird bei den Web Vitals wichtiger. Dabei misst Google die Dauer  zwischen der User-Interaktion und der Browser-Reaktion. Hier gelten 0,1 Sekunden als gut, bis zu 0,3 Sekunden als mittel und alles ĂĽber 0,3 Sekunden als schlecht.
    • Visual Stability = Cumulative Layout Shift (CLS). Dieser Faktor beurteilt die visuelle Stabilität der Seite und ob die Inhalte der Seite springen - zum Beispiel wegen  asynchronem Laden. Auch hier bedeutet gut bis zu 0,1 Sekunden, bis 0,25 Sekunden mittel und alles ĂĽber 0,25 Sekunden schlecht. 
    Blogpost Web Vitals
    Die Core Web Vitals und ihre Bewertungsskalen.

    Ihre Website sollte zudem mobile friendly sein. Das gilt allerdings schon seit April 2018 und der Mobile-First-Indexierung. Setzen Sie auf  HTTPS als Website-Standard. Vermeiden Sie außerdem Interstitials – also Werbebanner die dem User angezeigt werden, bevor er die Website öffnet.

    Soviel zu den Zahlen und Begriffen. Im nächsten Absatz erkläre ich, was Sie konkret tun können, um Ihre Website für die Web Vitals fit zu machen.

    Handlungsbedarf: Das bedeuten die Core Web Vitals fĂĽr SEOs.

    1. Werte messen

    Im ersten Schritt sollten Sie die oben genannten Werte messen. Die treffsichersten  Tools sind von Google - zum Beispiel:

    Inzwischen haben auch andere Anbieter das Thema Web Vitals aufgegriffen und entsprechende Features hinzugefügt. Sie können Ihre Werte beispielsweise mit folgenden Tools abfragen:

    Anhand Ihrer Werte können Sie anschließend besonders die Core Web Vitals optimieren.

    Blogpost Web Vitals
    Beispiel bei GT Metrix. Quelle: https://gtmetrix.com/

    2. Fehlerquellen eliminieren

    Häufige Fehlerquellen und Optimierungspunkte sind:

    • Server Antwortzeiten sind zu langsam (LCP).
    • Java Script und CC blockieren das Rendern (LCP).
    • Ressourcen laden zu langsam (LCP).
    • Javascript AusfĂĽhrungszeit zu lang (FID).
    • Die Interaktionen sind nicht priorisiert; wichtige Code Elemente laden nicht am Anfang (FID).
    • Bilder und Ads in richtigen Größen bereit stellen (CLS).
    • Verschiedene Fonts (CLS).

    Don`t forget UX

    Im Gegensatz zu den recht harten Faktoren wie LCP, FID und CLS sind die anderen Aspekte der Web Vitals nicht nur rein technischer Natur. User-Freundlichkeit für Mobilgeräte wird vor allem durch die UX beeinflusst. User Signals wie beispielsweise Time on Site, die Bounce Rate oder auch die Anzahl an Sitzungen sind für Google wesentliche Faktoren für eine gute UX. 

    Sie brauchen  ein UX-Konzept, um im Google-Ranking zu überzeugen:  Nur durch eine exzellente User Experience erreichen Sie Top-Werte bei den User Signals. UX- und SEO müssen also eng zusammenarbeiten – denn nur so entsteht ein optimales Ergebnis für User und Suchmaschine. 

    Mein Fazit: Alles neu?

    So lautstark wie Google dieses Update verkündet hat  und so groß wie das Echo in der SEO-Szene war, könnte man das meinen. Allerdings sind alle Faktoren der Web Vitals nicht neu. 

    Schon vor dem Google Update waren sie wichtig. 

    Die Web Vitals sind jetzt essenzielle Ranking-Faktoren. Im Idealfall haben Sie diese Faktoren schon zuvor optimiert – wenn nicht, sollten Sie diese Themen jetzt dringend angehen. Noch bleibt genug Zeit sich allen angesprochenen Punkten zu widmen, um keine guten Rankings zu verlieren.  

    Überprüfen Sie Ihre Web Vitals mit den genannten Tools und leiten Sie anschließend entsprechende Maßnahmen ab. Happy optimizing!  

    Sie möchten mehr über SEO erfahren oder haben Interesse an einem SEO- oder UX Konzept? Sie brauchen Unterstützung, um fit für die Web Vitals zu werden? Wir helfen gerne! Kontaktieren Sie uns noch heute.